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„Veli Aktif“ - Türkische Eltern gehen in die Schule

Das Projekt „Veli Aktif“ fördert die Rolle der Eltern als eine bedeutsame Ressource für Schulen. Ziel der Maßnahme ist es, eine stärkere Präsenz von Eltern mit Migrationshintergrund in der Schule zu erreichen. Damit soll ein gemeinsames Verständnis für Schüler und Schülerinnen mit ihren Biographien erreicht werden, um sie im Lernprozess individuell fördern zu können.

Die meisten Schulen beklagen die mangelnde Präsenz und das mangelnde Interesse von Eltern am Schulalltag ihrer Kinder. Gleichzeitig gestehen LehrerInnen Unsicherheiten im Umgang mit SchülerInnen nicht deutscher Herkunft ein. Zusätzlich negativ wirkt sich aus, dass selbst an Schulen in Ballungszentren und einer Mehrheit von SchülerInnen nichtdeutscher Herkunftssprache nur in Ausnahmefällen LehrerInnen und ErzieherInnen mit Migrationshintergrund gibt.

Oft zeigt sich, dass Kommunikationsschwierigkeiten und wenig ausgeprägte Interkulturelle Kompetenz – auf beiden Seiten – eine besonders große Barriere zwischen Eltern und der Schule bilden. Eltern fühlen sich oft nicht verstanden oder wertgeschätzt und auf der anderen Seite fühlen LehrerInnen sich unter Leistungsdruck gesetzt und mit einer Vielzahl von Alltagsproblemen in der Schule allein gelassen.

Das Projekt erarbeitet gemeinsam mit Schulen Strategien im Umgang mit großen und kleinen , auch auf den ersten Blick unsichtbaren Konflikten aufgrund kultureller Verschiedenheit. Die Strategien werden in Form von konkreten Verfahren und guten Beispielen zusammengestellt. Ziel ist es, pragmatische und praxisnahe Antworten auf Unstimmigkeiten und Missverständnisse im Schulalltag insbesondere zwischen Schule und Eltern zu geben. Im weitesten Sinne soll die interkulturelle Kompetenz aller Beteiligten genutzt und gefördert werden. Die Erfahrungen mit und der andere Zugang zum Thema von Migrantenorganisationen werden in das Projekt eingebracht.

Ziele des Projektes waren von Anfang an:

die Verbesserung der Kommunikation zwischen Elternhaus und Schule, die von beiden Seiten als notwendig und erfolgreich bewertet und in konkreten Projekten weiter umgesetzt werden soll;

die Konzipierung und Umsetzung attraktiver Schulangebote für die Eltern;

die Weiterentwicklung der interkulturellen Kompetenz aller beteiligten Akteure;

die Festschreibung der Interkulturellen Elternaufgabe als eine der Kernaufgaben der Schule.

Das Projekt wurde im Schuljahr 2006/2007 in drei Schulen („Otto-Wels-Grundschule“, „Ernst- Schering- Oberschule“, „Robert-Koch-Gymnasium“) erprobt. Die Ergebnisse wurden zum Ende des Schuljahres im Hinblick auf ihre Übertragbarkeit dokumentiert um weitere Schulen zu betreuen. Die Testphase verlief sehr erfolgreich, so dass das Projekt nach wie vor läuft. Wir haben gerade wieder vom Beauftragten des Senats für Integration und Migration eine Zusage zur Verlängerung des Projektes für weitere 2 Jahre erhalten.

Gegenwärtig wird das Projekt an folgenden Schulen durchgeführt:

Otto-Wels-Grundschule

Rosa-Parks-Grundschule

Aziz-Nesin-Grundschule

Carl von Ossietzky Gemeinschaftsschule

Ernst Schering- Sekundarschule

Robert-Koch-Gymnasium

Albrecht von Graefe Schule Integrierte Sekundarschule

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Kontakt

Türkischer Elternverein in Berlin - Brandenburg e.V.

Geschäftsstelle

Oranienstr. 34, D-10999 Berlin

Tel.: (030) 614 32 99
Fax: (030) 615 72 44

Mail: info@das-hier-entfernen.tevbb.de

U-Bahn: Kottbusser Tor
Buslinien: M29, 140

Sprech- und Beratungszeiten

Dienstag 14:00 bis 18:00 Uhr, persönlich

Mittwoch 10:00 bis 12:00, telefonisch

und nach Vereinbarung.